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Donnerstag, 7. Mai 2015

Unterschätzt Freiburg nicht!

Die letzten beiden Spiele gewonnen, dazu mit 31 Punkten auf dem vierzehnten Rang: Der Hamburger Sport-Verein hat vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg wahrlich nicht die schlechteste Ausgangslage - allerdings auch keine Vorteile. Sollte morgen im Volksparkstadion nicht alles nach Plan laufen und gar die Gästeelf das Spiel machen, wäre wir ganz schnell wieder daran bemüht, einen der unteren Tabellenplätze einzunehmen. Es hilft also nur etwas, diese Partie mit einer ordentlichen Portion Bescheidenheit anzugehen.

Denn wie es ausgehen kann, wenn man in direkten Abstiegsduellen nicht über neunzig Minuten mindestens 100% für den Verein gibt, war am vergangenen Spieltag in der Sportschau zu beobachten. Es war niemand geringeres als der SC Freiburg, der sich am Ende zwar unglücklich, aber verdient dem anderen Sportclub aus Paderborn mit 1:2 geschlagen geben musste. Ein gewisser Lukas Rupp drehte ab der 70. Minute die Partie, welche aus Breisgauer Sicht zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon längst entschieden war. Und so kann es dann kommen, ist halt reine Konzentrationssache. Auch wir haben in dieser Saison und auf diese Weise schon wichtige Punkte im eigenen Stadion liegen gelassen, beispielsweise das unfassbar schwache 0:1 gegen den VfB Stuttgart kurz vor Weihnachten. Obwohl man damals dachte, die Rothosen hätten sich nach zuvor vier Punkten etwas gefangen und gegen den Tabellensechsten wäre einiges möglich, folgte die blanke Ernüchterung. Und die muss morgen verhindert werden.

Wer denkt, dass der SC Freiburg trotz ausbaufähiger Ergebnisse in jüngerer Zeit schon resigniert hat, liegt gnadenlos falsch. Diese Fehleinschätzung lässt sich ganz leicht erklären: Christian Streich. Entschuldigung aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein echter Schwabe seine Mannschaft drei Spieltage vor Schluss mit der Aussicht auf das rettende Ufer hängen lässt - erst recht nicht gegen unseren HSV. Denn wenn man die Leistungen der Rothosen aus dem letzten beiden Spielzeiten betrachtet, fällt auf, dass es nach den einigen wenigen Trendwenden vor allem immer wieder tiefe Einbrüche gab, die lange andauerten. Morgen zum Auftakt des 32. Spieltages ist es eine nahezu perfekte Gelegenheit, die Hanseaten nochmal so richtig in den Dreck zu stoßen - denn bei einer Niederlage brennt hier der Baum und das Restprogramm besteht aus Stuttgart und Schalke.

Ich hoffe das war Warnung genug. Aber natürlich gibt es nach dem 3:2 gegen Augsburg und dem 2:1 gegen Mainz auch Dinge, die für uns Sprechen, zum Beispiel der absolute Siegeswille. Zweimal in Folge hatten die Jungs von Bruno Labbadia nach einem Ausgleich noch den Siegtreffer erzielt, was ein Beweis für gesteigertes Selbstvertrauen ist. Allerdings heißt dass natürlich nicht zwangsläufig, dass auch Freitag mit einer solchen Moral zu Werke gegangen wird, es bleibt dennoch zu hoffen. Wenn man jedenfalls nochmal mit so einer Erleichterung wie nach dem Augsburg-Spiel nach Hause gehen möchte, ist es notwendig.

Ich bin gespannt, wie der HSV beginnen wird und ob man als Gastgeber direkt ein klares Zeichen setzt. Wenn nicht, könnten man die Gäste aus dem Breisgau ins Spiel kommen lassen und dadurch den Gegner stark machen, was für einen Sieg nicht gerade die beste Ausgangslage wäre. Des Weiteren ist selbstverständlich wieder lautstarke Unterstützung von den Rängen gefragt, doch die ist seit 1887 sicher.

NUR DER HSV

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