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Donnerstag, 14. Mai 2015

In Stuttgart verlieren, aber Schalke schlagen?

Um es direkt zu erwähnen: Diese etwas seltsame Theorie hat sich niemand geringeres als ein gestandener Anhänger des SV Werder Bremen ausgedacht. Ich weiß, selbstverständlich wäre diese Sippe die letzte, von der wir uns die Bundesliga erklären lassen, doch irgendwie ist die Einschätzung schon ein kleiner Warnruf für das kommende Wochenende. Immerhin steht uns mit dem VfB Stuttgart am Samstag die spielstärkste Mannschaft des Tabellenkellers gegenüber, die nur aufgrund einer Mischung aus Pech und Unvermögen noch auf dem letzten Platz steht.

Das sich die Dramatik um dieses Abstiegsduell so zuspitzen wird, war ja irgendwie erwartbar. Beide Kontrahenten erlebten eine Spielzeit mit wenig Höhen, aber dafür mit reichlich Tiefen und haben nun an den letzten beiden Spieltagen die alles entscheidenen Partien vor sich. Auf dem Papier hat unser Hamburger Sport-Verein leichte Vorteile, denn die positive Bilanz der letzten drei Wochen dürfte sowohl Punktemäßig als auch Mental ordentlich Aufschwung gebracht haben. Allerdings müssen die Hanseaten am Schlussspieltag gegen den FC Schalke 04 antreten, während die Stuttgarter "nur" zum SC Paderborn müssen, was die Verhältnismäßigkeit wieder deutlich ausgleicht. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Schwaben nicht die aller schlechteste Spielkultur der Bundesliga auf den Rasen bringen und das Woche für Woche unabhängig vom Ergebnis immer wieder unter Beweis stellen, während der HSV nur durch absoluten Willen und ganz viel Glück die Punkte einfahren kann. An Beispielen dafür hat es in den Spielen gegen Augsburg, Mainz und Freiburg nicht gemangelt. Diese Verlässlichkeit ist jedoch nicht immer vorhanden, daher kommt der Gedanke einer eventuellen Niederlage.

Was wird also diesmal eintreffen? Ist es der VfB Stuttgart, der sich die Chancen regelrecht "herauskämpft" und das Publikum über neunzig Minuten mitreißen wird? Oder sind es unsere Gladiatoren, die durch einen Kopfballtreffer von Goijko Kacar (wer sonst?) in der Nachspielzeit den glücklichen 0:1-Auswärtssieg einfahren? Um das zu erfahren, wird der überwiegende Teil beider Fanszenen am Samstag Fußball gucken, es sei denn, man ist verhindert, zum Beispiel durch einen netten Familienausflug mit Rhababerschorle. Könnte ja alles vorkommen. Sportlich bin ich mir bei einer Sache ziemlich sicher: Ein Unentschieden ist relativ unwahrscheinlich, denn beide Mannschaften brauchen unbedingt drei Punkte, was im Abstiegskampf ein Fußballspiel mit vielen Fehlern prophezeit.

Die Mannschaft kann sich im Schwabenland der Unterstützung von mindestens 6.000 Hamburgern sicher sein, welche die letzte Auswärtsfahrt der Saison zu einer Mottofahrt gemacht haben. Alle Mitreisenden werden am Samstag gebeten, möglichst Blau in die Baden-Württembergische Landeshaupstadt zu fahren. Dieser Aufruf bezieht sich nicht (nur) auf den Alkoholkonsum, sondern selbstverständlich auf die Kleidung. Der Gästeblock dürfte also nicht zu übersehen sein. Und dann geht es los. Irgendwie muss der HSV doch beim Tabellenletzten gewinnen können? Irgendwie muss die "Sensation" doch möglich sein?

NUR DER HSV

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