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Mittwoch, 27. Mai 2015

Erfahrungsvorteil?

Es ist so gut wie angerichtet und der Volkspark war innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft, denn am morgigen Donnerstag steht das erste "Zittergationsspiel" gegen den Karlsruher Sportclub an. Inwieweit wir dann ab 20.30 Uhr tatsächlich schon zittern müssen, lässt sich jetzt ca. 24 Stunden für dem Anpfiff schwer sagen und hängt von der Mannschaft ab, allerdings ist eines klar: Zu Hause im eigenen Stadion muss etwas (mehr) kommen und es darf keines Falls verloren werden. Noch haben wir es selbst in der Hand!

In der vergangenen Relegation war Jaroslav Drobny derjenige, der wahrscheinlich den alles entscheidenen Anteil am Klassenerhalt für sich in Anspruch nehmen konnte. Ich denke, die etwas Älteren unter euch werden sich noch an die unglaubliche Rettungstat in den Schlussminuten von Fürth (Puls 200 Aufwärts) erinnern, welche am Ende nur eine von vielen Paraden war, die so unglaublich wichtig für den Verbleib in der ersten Liga waren. Diesmal könnte es jedoch kein Einzelspieler, sondern vielleicht der viel zitierte Teamgeist von Malente sein, denn immerhin war die Truppe von Bruno Labbadia schon vor dem Schalke-Spiel in der ostholsteinischen "Metropole" und hat dann am Samstag auf dem Rasen tatsächlich das geboten, was in den letzten Jahren viel zu selten gezeigt wurde - nämlich bedingungsloser Kampf. Unser Team hat gegen eine erschreckend schwache Gästeelf wirklich von der ersten bis zur letzten Minuten alles gegeben, dass soll in Hamburg aktuell schon was heißen. Und wenn diese Leidenschaft fortan immer an den Tag gelegt wird, bin ich auch weiterhin immer bereit, die 16 € teure Stehplatzkarte zu bezahlen, natürlich und vor allem besonders auch in diesen Tagen vor den beiden wichtigen Relegationspartien.

Was aber wird uns morgen erwarten? Können die Millionäre auf dem Rasen die positive Energie vom letzten Wochenende mitnehmen oder erleben wir erneut einen Einbruch wie bereits am vorletzten Spieltag in Suttgart und überhaupt an vielen Bundesliganachmittagen in dieser Saison, der auf den großen Druck zurückzuführen ist? Ich glaube jedenfalls, dass unsere Rothosen einen kleinen psychologischen Vorteil haben. Denn während die Karlsruher ihre Saison am Sonntag gegen Sechzig München instinktiv vielleicht schon mit einem Aufstieg abschließen wollten, mussten der HSV unbedingt gewinnen, um überhaupt noch auf eine Chance hoffen zu dürfen - belohnt wurde diese kämpferische Leistung mit dem erreichen der Relegation. Natürlich hätte es sogar noch mehr werden können, doch ich denke es ist nicht das schlechteste, wenn du den 16. Platz am letzten Spieltag von unten betrittst, statt von oben in die Relegation reinzurutschen.
Und wer stets zu einem Witz aufgelegt ist, kann auch ruhig mal erwähnen, dass die letzten Erfahrungen der Hanseaten mit dieser Art von Fußballspielen noch nicht allzu lang her ist, sodass man von gewissen Vorkenntnissen sprechen kann.

Natürlich sollen diese Gründe nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Karlsruher SC eine sehr starke Mannschaft ist und vor allem im spielerischen Bereich sicherlich besser aufgestellt sein wird als der Hamburger Sport-Verein. Aber dennoch: Es hilft niemandem, jetzt in dieser Phase grenzenlosen Pessimismus zu verbreiten, denn morgen muss unermüdlich gearbeitet werden und zwar sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Rängen. Was meint ihr, was ein Sieg im Hinspiel für Möglichkeiten offen legen würde?

NUR DER HSV

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