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Samstag, 9. Mai 2015

Altes Spiel, anderer Spielverlauf

Der Hamburger Sport-Verein nimmt aus dem Abstiegsendspiel gegen den SC Freiburg einen Punkt mit. Großartige Leistungsunterschiede im Vergleich zu den Heimspielen gegen Hertha oder Stuttgart gibt es allerdings nicht, denn die Rothosen erlaubten sich erneut zahlreiche Fehler im Aufbauspiel und profitierten nur durch die mangelhafte Chancenverwertung der Gästelelf. Am Ende war es wieder einmal Goijko Kacar, der dem HSV den Arsch rettete und per Kopf das überaus wichtige 1:1 erzielte. Könnte eventuell sein, dass der Junge noch Mannschaftsinterner Torschützenkönig wird und "Topstürmer" wie Pierre-Michel Lasogga überholt.

Natürlich haben wir uns nach den Siegen gegen Augsburg und Mainz so einiges erhofft - vor allem der wiedererstarke Siegeswille aus den letzten beiden Wochen bekräftigten die Argumente dafür, auch den Sportclub aus Freiburg zur Weißglut zu treiben. Allerdings habe ich schon im Vorbericht davor gewarnt, dass sich die Mannschaft von Christian Streich in Hamburg nach zuletzt schwächeren Ergebnissen verdammt nochmal den Arsch aufreißen wird. Das nach einem kuriosen Wendepunkt in der 89. Minute letztlich ein 1:1 herauskommt, dass keinem der beiden Kontrahenten wirklich weiterhilft, passt irgendwie perfekt ins Bild. Der HSV spielt über neunzig Minuten "Kick and Rush" und bekommt bis auf wenige Ausnahmen eigentlich gar nichts gebacken, während sich die Breisgauer Stück für Stück Torchancen erarbeiten, sich aber vor der schwachen Hamburger Abwehr zu doof anstellen und den Ball schlussendlich nur einmal im Kasten unterbringen können. Typisch Abstiegskampf.

Wie oben bereits angekündigt, erinnerte die gestrige Leistung der Rothosen stark an Heimspiele wie gegen Berlin oder beispielsweise auch Stuttgart, die beide mit 0:1 verloren wurden. Auch diesmal war die Unsicherheit der Truppe bis auf die obersten Ränge zu spüren, denn es gab Vorne wie Hinten nie wirklich eine stabile oder konsequente Phase, sodass größtenteils der SC Freiburg die Richtung bestimmte. Lediglich der Spielverlauf war anders als sonst, diesmal haben die Hanseaten ausnahmsweise mal etwas Glück gehabt, auch wenn der Punktgewinn mit Blick auf die Freiburger Bemühungen total unverdient war. Doch irgendwie musste so ein ein Kopfballtor von Goijko Kacar noch fallen, es ging um diesen einen Moment, welchen der Volkspark in doppelter Hinsicht brauchte: Zum einem, um den vierzehnten Tabellenplatz vorerst zu sichern und zum anderen für die Moral, denn solche Momente können beflügeln und auch nach einem schwachen Spiel neues Selbstvertrauen für den nächsten Fight geben, der am kommenden Wochenende in Stuttgart ansteht.

Des Weiteren könnte dieser eine Punkt am Ende noch ganz viel Wert sein, denn im dramatischen Abstiegskampf ernähren sich alle nur sehr Mühsam. Die großen Big-Points sind zwar ausgeblieben, doch angesichts der Hamburger Leistung müssen wir uns mit einem Zähler absolut zufrieden sein. Fakt ist aber auch: Wer am nächsten Samstag beim Abstiegskrimi gegen den VfB etwas mitnehmen will, muss seine Leistung steigern und vor allem hinten nicht solche atemberaubenden Fehler einbauen. Die Fehlpässe und Ballverluste waren echt der reinste Horror, eine Spitzenmannschaft wäre bei solchen Geschenken ganz anders zu Werke gegangen. Folgender Tipp für das nächste Mal: Ganz einfach spielen und flache Anspielstationen im Mittelfeld suchen.

Hamburger SV - SC Freiburg   1:1 (0:1)

Aufstellung Hamburg:  Adler - Westermann, Djourou, Rajkovic, Ostrzolek (78. Rudenvs) - van der Vaart, Kacar - Stieber (86. Beister), Holtby (57. Jansen), Olic - Lasogga

Tore: 0:1 Mehmedi (25.), 1:1 Kacar (90.)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

NUR DER HSV



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