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Freitag, 27. Februar 2015

Mit ganz viel Zugzwang nach Frankfurt

Es wird nicht einfach in den nächsten Wochen und aus Hamburger Sicht wartet schon am morgigen Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Selbstverständlich war das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach kein Befreiungsschlag, auch wenn es vielleicht einer hätte werden können. Da man sich aber anscheinend einig war, den Sieg doch noch in der letzten Minute verspielen zu müssen und im eigenen Sechzehner zum Hühnerhaufenprinzip übergeht, steht unser HSV am Samstagabend erneut in der Pflicht. Da die Rothosen nach wie vor tief drin im Sumpf Richtung zweite Liga stecken, sollte man an diesem 23. Spieltag einfach versuchen, auch mal Auswärts zu punkten - ausnahmsweise.

Viele HSVer hatten nach dem unglücklichen Gegentor in der Nachspielzeit des vergangenen Spieltages wie nach dem Spiel gegen Bayern natürlich wieder fürchterlich viel Frust und mussten diesen auch höchstöffentlich via Facebook oder Twitter rauslassen. Da wurde dann wieder rumgepöbelt was das Zeug hält und blind geschrieben, dass man mit solchen "Doofheitsfehlern" ohne weiteres absteigen würde. Den eigentlich ordentlichen Defensivauftritt unseres Sportvereins vor dem Gladbacher Ausgleichstreffer hat jedoch niemand so wirklich analysiert, was wohl an der erhöhten Meckersucht einiger Hamburger lag. Es gibt nämlich auch Leute, die dem 1:1 gegen die Elf vom Niederrhein das positive entnehmen konnten und lieber über das wirkliche Manko schimpfen - und das ist mit großer Sicherheit der Offensivberreich. Zum Zeitpunkt des Eckballes in der Nachspielzeit hätten die Hanseaten nämlich auch schon mit 3:0 Führen können, hätte man doch nur mehr aus seinen Spielanteilen gemacht.
Während sich die Mittelfeldmaloche gegen die immer schwächer werdenen Gladbacher in Form von Ballgewinnen ausgezahlt hatte, konnten Kacar, Jiracek und Co. dann zusehen, wie die Vorderleute einen Ball nach dem nächsten vertendelten, selbst in den Überzahlsituationen wurden die Konter einfach nur scheiße zu Ende gespielt - außer beim Tor zum 1:0 von Zoltan Stieber.
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Foto: hsv.de
Ob ein gesunder und fitter Ivica Olic (musste nach einer halben Stunde angeschlagen vom Feld) den Sturm in solchen Situationen bereichert hätte, steht für mich außer Frage, denn der Kroate ist eindeutig torgefährlicher als Artjoms Rudnevs, der zwar unglaublich viel gekämpft hat, in den entscheidenen Situationen vorm gegnerischen Kasten jedoch nicht die Ruhe bewahrt hat. In Frankfurt wird er aller Wahrscheinlichkeit nach auflaufen, allerdings ist dann noch ein Taken mehr Stürmerinstinkt gefragt. Grob gesagt: Rudnevs muss die Dinger mit vollem Risiko nehmen, um den Ball unberechenbar zu machen. Und für alle gilt, im Abschluss nicht zu lange zu Fackeln, sondern einfach zu schießen, sobald die Jungs etwas Platz haben.

Denn die Heimstarke Frankfurter Eintracht wird darauf aus sein, den Gästen keinen Zentimeter Raum zu gewähren und haben auf diese Weise gegen die beiden Champions-League Aspiranten Wolfsburg (1:1) und Schalke (1:0) vier Punkte im eigenen Stadion geholt. Wenn man das so hört, könnte man denken, den Auswärtsschwachen Hamburgern droht erneut eine Klatsche, allerdings haben auch die Hessen momentan ein kleines Offensivproblem, was mit der HSV-Torausbeute auf keinen Fall zu vergleichen ist. Es kommt also irgendwie darauf an, wie schlau sich die Zinnbauer-Truppe präsentiert und vor allem wie die Hintermannschaft steht, denn bei den letzten beiden Auswärtsspielen in Frankfurt klingelte es insgesamt fünf Mal.

Eine Niederlage könnte die ohnehin gefährliche Situation wieder neu entfachen und die Rothosen zurück auf einen Abstiegsplatz werfen - was allerdings auch mit der Konkurrenz zusammenhängt. Es wäre jedoch ein Zeichen von schwäche, schon jetzt intensiv auf Ausrutscher der Konkurrenz zu hoffen, auch wenn jeden Spieltag ordentlich Bewegung im Tabellenkeller ist. Zu allererst sollte man morgen alles versuchen und defensiv so auftreten wie gegen Mönchengladbach

NUR DER HSV

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