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Donnerstag, 15. Januar 2015

"B - Elf" mit Beister überzeugt eindeutig

Das Comeback ist geglückt. Maximilian Beister, der im letzten Jahr sehnlichst in der Bundesligaelf des HSV vermisst wurde, hat die ersten Tage des Trainingslagers in Dubai gut überstanden und untermauerte dies noch mit einem Treffer im Testspiel gegen Eintracht Frankfurt. Insgesamt viel auf, das die Hamburger Mannschaft, die in der ersten Hälfte auf dem Platz stand, deutlich besser und befreiter spielte als die Truppe nach dem Seitenwechsel.

Ein Testspiel gegen einen direkten Konkurrenten aus der Liga in der Winterpause in einem kompletten Sitzplatzstadion irgendwo am Arsch - dieser Sonderfall kommt nicht alle Tage vor. Und wenn das Spiel dann auch noch im hessischen Rundfunk übertragen wird, kann man es sich einfach nicht entgehen lassen. Um Punkt 17 Uhr meldete sich der Regionalsender aus dem fast ganz leeren Stadion, indem nur eine Tribüne für das Stinkspiel geöffnet wurde.

Hinzu kam, dass es gar nicht so schlecht losging für den HSV. In der Startformation standen neben Maxi Beister auch Rene Adler und Slobodan Rajkovic, die ebenfalls beide lange Verletzt waren. Außerdem bekamen mit Phillip Müller und Gideon Jung einige Spieler aus der U23 eine Chance.

Es hatte dann auch nur 12 Minuten gedauert, bis Beister schon wieder zur Höchstform auflief und nach einer Flanke von Jung das 1:0 markierte. Auch wenn die Eintracht in der ersten Viertelstunde noch ordentlich nach vorne gespielt hatte, gehörte der erste Durchgang ohne Zweifel dem HSV. Bereits in der 24. Minute konnte Zoltan Stieber durch einen strammen und hohen Schuss von der Strafraumgrenze aus nachlegen. Und etwa nach einer halben Stunde war es dann tatsächlich passiert: Der HSV erzielte den dritten Treffer innerhalb eines Spieles - dass hatte es zuletzt im Pokalspiel bei Energie Cottbus gegeben, aber auch nur, weil es ein Elfmeterschießen gab. Ahmet Arslan hieß der glückliche.
Doch mit dem Pausenpfiff war´s das dann auch schon mit dem tollen Auftreten unseres Sportvereins, den nun sollten die Stammspieler und Selbstverliebten ran - auch wenn sich diese Aussage nicht auf alle beziehen soll. Dennoch tat sich die Mannschaft der zweiten Hälfte (unter anderem mit van der Vaart, Holtby und Ostzrolek) viel schwerer mit der Eintracht aus Frankfurt, die Mitte des zweiten Durchgangs innerhalb von nur drei Minuten zwei Treffer erzielte. Nun machten die Hessen hinten richtig auf, doch der HSV konnte oder wollte die Konterchancen nicht nutzten, sodass man am Ende von einem glücklichen Sieg sprechen muss, den sich die "Amateure" der ersten Hälfte mehr verdient hatten. Die beiden Gegentore waren übrigens typische Fehler im Stellungsspiel oder einfach nur Glück aufgrund des abgefälschten Balles beim 2:3.

Aber wie auch immer. Einige Spieler haben dieses Testspiel wirklich genutzt, vor allem unser Testspieler Emeghara viel durch viel Einsatz und Laufbereitschaft auf. Ich hoffe, er reißt sich weiter zusammen und der HSV wird ihn als Verstärkung ins Boot holen. Zudem überzeugten einige junge Wilde aus der U23 wie zum Beispiel Phillip Müller, der ebenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten alles Versuchte.

Dennoch braucht der HSV im Trainingslager keine Instragram Reporter in Person eines Spielers, sondern noch viel Training. Besonders das Auftreten in der zweiten Halbzeit kam mal wieder sehr träge rüber. Ich denke Joe Zinnbauer wird seine positiven und negativen Lehren aus diesem Test ziehen und diese auch offen ansprechen.

NUR DER HSV

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