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Sonntag, 7. Dezember 2014

Starker Auftritt - HSV setzt Heimserie fort

Ganz ehrlich - mit so einem dominanten Auftritt des HSV gegen den FSV Mainz 05 hätte ich nicht gerechnet. Anscheinend beherrscht Joe Zinnbauer das, was allen vorherigen Trainern schwer gefallen ist. Er schafft es, die Mannschaft Spieltag für Spieltag immer wieder neu zu motivieren und macht damit die Trendwende möglich - auch wenn es nur langsam voran geht. Beim 2:1 Heimsieg gegen den FSV Mainz spielten die Rothosen auf keinen Fall wie ein Absteiger.

Am Ende hatte sich das kurze Zittern in der Schlussphase gelohnt. Auch wenn die letzten Minuten aufgrund des Mainzer Anschlusstreffers nochmal spannend wurden, setzte sich der HSV am Ende absolut verdient durch und verlässt damit zunächst einmal die Abstiegsränge. Ein guter Start in eine Adventszeit, die angesichts der Gegner nicht einfach wird.

Im Vorfeld der Partie wurde nicht gerade Positiv über den HSV geredet und berichtet, denn nach dem 1:3 in Augsburg wurde der Mannschaft wenig zugetraut. Der Grund: "Der Zinnbauer Effekt sei langsam verpufft und der Charakter der Mannschaft passt nicht zum Abstiegskampf." Dazu kam die Verletzung von Heiko Westermann, die Baustellen in der Abwehr mit sich brachte. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass der Ausfall hervoragend kompensiert wurde. Mit Cleber Reis als linker Innenverteidiger und Rhonny Marcos auf der linken Außenbahn agierten zwei neue in der Abwehr, die ihren Job aber sehr gut machten. Gemeinsam mit Dennis Diekmeier und Johan Djourou bildeten sie das Grundgerüst für eine starke Mannschaftsleistung, die den Unterschied ausgemacht hat.

Denn der HSV wollte von Anfang an die Initiative ergreifen, auch wenn es zu Anfang noch nicht wirklich zu zwingenden Torchancen kam. Besonders Marcos schaltete sich immer wieder über die linke Außenbahn ins Offensivspiel ein und zeigte ein sehr gutes Übersichtsspiel. Hamburg suchte von Anfang an die Lücken in der Defensive der Gäste und wollte unbedingt zwingender werden, dass Kombinationsspiele hat sich aus meiner Sicht eindeutig verbessert. Der Treffer zum 1:0 viel dann jedoch nach einer Standartsituation. Rhonny Marcos nutzte einen abgeprallten Ball und schoss ins rechte Toreck, zu diesem Zeitpunkt war der Treffer hochverdient.
Nun waren alle gespannt wie die Gäste aus der närrischen Hochburg reagieren würden, doch anstatt zu einem Sturmlauf anzusetzten, zog sich der FSV immer tiefer zurück und gewährte dem HSV viel Raum. Kurz vor der Pause kommt Nicolai Müller noch einmal zum Schuss, er verzieht jedoch um einige Meter.
Hamburger SV - 1. FSV Mainz 05 2:1
Foto: Getty Images
Angesichts der knappen Halbzeitführung musste der HSV natürlich noch mindestens einen drauflegen, um sich endgültig auf die Siegerstraße zu bringen. Die Hanseaten hätten ihre Großchancen in Hälfte eins vielleicht besser Verwalten sollen, denn sie haben viele Möglichkeiten liegenlassen.

Im zweiten Durchgang setzte der HSV jedoch sein bisheriges Programm fort, sodass die Fans sich zunächst keine Sorgen machen mussten. Außerdem wurde Mainz immer passiver und forderten den HSV kaum noch.
In der 54. Minute kommt der HSV einen Handelfmeter zugesprochen, den Rafael van der Vaart souverän zum 2:0 verwandelt - spätestens jetzt war jedem klar, dass das hier heute auf jeden Fall drei Punkte sein müssen. Nur kurze Zeit später ergab sich die nächste Chance, die Rudnevs jedoch nicht zu nutzten wusste, als er frei vorm 05er Torwart Karius auftauchte. Auch in der Folge hatten die Hamburger noch einige Möglichkeiten, doch es musste ja so kommen, wie es kommen musste. Der FSV, eigentlich schon geschlagen, kommt in den letzten Minuten doch nochmal nach vorne und erzielt auch tatsächlich den Anschluss - das Spiel wurde nochmal spannend. Spätestens nach dem Torschuss von ich weiß nicht wem wusste jeder, dass das Ding noch nicht durch war. Am Ende kam dann aber doch noch der erlösende Abpfiff und der HSV hatte den dritten Heimsieg in Folge unter Dach und Fach.

Gleichzeitig sind die drei Punkte auch endlich mal ein kleiner Befreiungsschlag in der Tabelle. Denn durch das 2:0 konnte der HSV die Abstiegsplätze verlassen und sich auf Rang 13 absetzten. Das heißt natürlich nicht, dass es ab sofort schneller voran geht. Nächste Woche geht es zum SC Freiburg, der aktuell auf Platz 17 steht. Auch dort ist wieder die maximale Leistung gefragt, denn ein solches Abstiegsduell wird meistens im Kopf entschieden. Mir ist heute einfach nur wichtig, dass der HSV gegen Mainz ein Zeichen gesetzt hat und die Chance genutzt hat, wichtige Punkte zu holen.

Hamburger SV - FSV Mainz 05   2:1 (1:0)

Aufstellung Hamburg: Drobny - Diekmeier, Djourou, Cleber Reis, Marcos - Müller, Jiracek, van der Vaart (83. Arslan), Holtby - Rudnevs (90. Kacar), Lasogga (90+3 Gouaida)

Tore: 1:0 Cleber Reis (26.), 2:0 van der Vaart (54.), 2:1 Okazaki (89.)

Zuschauer: 45.968 (ausbaufähig)

NUR DER HSV


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