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Samstag, 13. Dezember 2014

Nullnummer im Breisgau

Man kann das Auswärtsspiel beim SC Freiburg ganz einfach in einem Satz zusammenfassen: Beide Mannschaften lieferten sich einen tollen Kampf und das Spiel war spannend, doch beiden fehlte auch die Klasse vor dem gegnerischem Tor. So erlebten wir im Schwarzwald zwar einen intensiven, aber keinen spektakulären und hochklassigen Fußballnachmittag. Der HSV nimmt beim 0:0 durch eine taktisch und kämpferisch Schlaue Mannschaftsleistung und Dank Jaroslav Drobny einen Punkt mit in den Norden.

Die Auswärtsreise ins Breisgau sollte für die Mannschaft von Joe Zinnbauer einen elementaren Bestandteil für die kommenden Spiele darstellen, denn wieder einmal musste die Rothosen bei einem direkten Konkurrenten antreten, bei dem man allerdings nie weiß, was er im Petto hat. Der Trainer wollte eine konzentrierte Leistung von seiner Truppe sehen, in der das Offensivspiel nicht zu kurz kommen sollte. Deshalb ließ Zinnbauer erneut mit zwei Spitzen (Lasogga und Rudnevs) spielen und auch Nicolai Müller und Lewis Holtby konten wieder gemeinsam im Mittelfeld auflaufen. Als Linksverteidiger spielte erneut Rhonny Marcos, der zuletzt gegen Mainz eine starke Vorstellung abgeliefert hatte.

Man sollte sich also Überraschen lassen vom Gegner, und das traf auch sofort ein. Denn die Hausherren waren nach einigen Sekunden direkt im Vorwärtsgang und kamen bis an die Strafraumgrenze. Während Marcos versucht, den Ball zu klären, läuft ihm Freiburgs Felix Klaus direkt gegen den Fuß, sodass Wolfgang Stark auf den Elfmeterpunkt zeigt, obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre. Denn der Freiburger läuft wortwörtlich in Marcos rein und dieser konnte ihn gar nicht kommen sehen - eine unakzeptable Entscheidung. Das gute an der ganzen Geschichte: Drobny hate gehalten und bewahrte den HSV damit vor einem frühen Rückstand. Der Tscheche ist vom Ersatzmann zu einem echten Rückhalt für die Mannschaft geworden.

Des weiteren Folgte der typische Werdegang eines Abstiegsduells. Viele Fouls stören den Spielverlauf, dennoch versuchen beide Parteien ihr taktisches Konzept umzusetzten. Die Hamburger versuchen immer wieder, neu anzulaufen, doch gegen die gut verteidigenden Freiburger haut nicht viel hin. Stattdessen sorgen ein paar Fernschüsse dafür, dass das Publikum nicht einschläft. Doch auch der Versuch von Behrami und der Freistoß von Lasogga brachten nicht viel ein.
Eins-gegen-Zwei
Foto: Getty Images
Vom SC Freiburg hatte man im ersten Durchgang nicht viel gesehen, doch zu Beginn der zweiten Hälfte wirkten sie zunächst Wacher wird auch mal richtig gefährlich - für fünf Minuten. Drobny muss beim Kopfball von Schmidt zum weiten Mal an diesem Nachmittag eingreifen, kann den Ball aber entschärfen. Auch wenige Augenblicke später ist er die Ruhe selbst und kann einen Schuss aus zwanzig Metern ohne Probleme fangen. Nach gut einer Stunde hätte der HSV einen Elfmeter kriegen können (müssen), da ein Freiburger Verteidiger den Ball an die Hand bekommt. Angesichts dessen, dass Freiburg auch einen Elfmeter für "nichts" bekommen hat, hätte man das durchaus geben können, aber naja. Nur fünf Minuten später dann beinahe die Führung wie aus dem nichts: Ein Freiburger hebt dann Ball nach einem Schuss von Holtby ungewollt über seinen Schlussmann Bürki hinweg, doch der Ball touchiert leider nur die Latte. Und einen hatten sie noch: Nach Marcos Flanke kommt der eingewechselte Gouaida zum Kopfball - doch auch die U23 unter sich bekommt den Ball heute nicht über die Linie.

In der Schlussoffensive hatten beide Teams nochmal einen Anlauf, doch auch diesmal war der Wurm dirn. Holtby haut im Strafraum am Ball vorbei, sonst hätte der vielleicht sogar gesessen. Schade drum, aber Schwam drüber. Ich bin mit der Leistung in der Einstellung der Mannschaft zufrieden, das war taktisch und kämpferisch gut gemacht. Bloß vor dem Tor muss noch etwas mehr Präzision erarbeitet werden, neun Tore bisher sind wirklich nicht mehr als Magerkost. Auch im Mittelfeld sollte man sich angewöhnen, nicht zu oft hängen zu bleiben, denn der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht nur in der Defensive, denn auch vorne sollte es ab und zu mal laufen.

SC Freiburg - Hamburger SV   0:0 (0:0)

Aufstellung Hamburg: Drobny - Diekmeier, Djourou, Cleber Reis, Marcos - Müller (71. Gouaida), Behrami, van der Vaart (65. Jiracek), Holtby - Rudnevs, Lasogga (90. Stieber)

Tore: wurden uns verweigert

Zuschauer: 24.000 (Stimmung hätte ab und zu etwas besser sein können)

NUR DER HSV

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