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Montag, 15. Dezember 2014

Englische Woche - Nachlegen unter Flutlicht

Englische Wochen sind für den HSV in letzter Zeit immer seltener geworden. Hatte man bis vor 2010 noch regelmäßig Europapokal Heimspiele unter Flutlicht, muss man als Fan jetzt auf ein Pokalspiel oder ein Abendspiel in der Liga hoffen. Und da uns Freitagsspiele weiterhin von der DFL verwehrt bleiben, sind da nur noch die Spiele in der Woche. Eines davon findet morgen statt: Abstiegskampf gegen den VfB Stuttgart, Anstoß um Punkt acht.

Der letzten Wochen verliefen eigentlich ganz ordentlich für unseren HSV. Mit Siegen gegen Leverkusen, Bremen und Mainz, die allesamt zu Hause verbucht werden konnten, sicherten sich die Hanseaten wichtige Punkte. Auswärts hätte man das ein oder andere Mal noch eine Leistungssteigerung hinlegen können, die Niederlagen in Wolfsburg und Augsburg waren unnötig, aber dennoch verdient. Zuletzt holte der HSV beim SC Freiburg immerhin einen Punkt, auch wenn die Rothosen ihr mageres Torverhältnis (nur neun geschossene Tore) beim torlosen Unentschieden nicht ausbauen konnten.

Dennoch war dieser Punkt vor allem als Grundlage für das kommende Heimspiel gegen den Konkurrenten VfB Stuttgart wichtig, die Mannschaft soll mit Selbstvertrauen auslaufen und muss nicht eine Auswärtspleite wieder wettmachen. Besonders die kämpferische Einstellung hatte in den letzten Spielen immer gepasst, man hatte nie das Gefühl, der HSV würde die Punkte nicht wollen. Zinnbauer hat die Truppe mit seiner Idee und seiner Art erreicht und auch er wird mit den Leistungen immer zufriedener. Aber dennoch ist er auch immer der erste, der immer wieder betont, dass man von Spiel zu Spiel denken soll und sich auf keinen Fall ausruhen darf. Vor dem morgigen Stuttgart Spiel sprach er davon, dass die Jungs nun zu Hause ihre Hausaufgaben machen müssen und die Heimserie durch einen Sieg im letzten Heimspiel vor der Winterpause nicht nochmal hergeben. So weit der Plan.

Und der HSV geht ausnahmsweise auch mal als sanfter Favorit ins Spiel, was allerdings nicht heißt, dass wir morgen absolut Überlegen sein werden. Die Gäste aus Stuttgart sind vom bisherigen Abstiegskampf gezeichnet, stehen auf Platz 18 und kommen auch mit dem neuen Trainer Huub Stevens noch nicht richtig in die Gänge. Aus den letzten sechs Spielen konnten die Schwaben nur vier Punkte mitnehmen und hohe Niederlagen standen an der Tagesordnung: Gegen Wolfsburg und Schalke verlor man jeweils mit 0:4. Dennoch sind die Würtemberger keinesfalls zu Unterschätzen, denn wie wir ja wissen, geht dass dann immer nach hinten los. Wenn der HSV von Anfang an mit dem eigenen Publikum im Rücken Dampf macht und die Chancen nutzt (!), sitzen durchaus Punkte drin.

Denn wenn man auf die Tabelle schaut, stellt man schnell fest, dass die beiden Klubs nur drei Punkte voneinander entfernt sind, und dazwischen stehen noch Freiburg, Dortmund und Bremen. Alles Mannschaften, die den gesamten Abstiegskampf schnell wieder umkrempeln können und schneller als wir denken befindet sich der Dino wieder auf einem Platz Richtung Unterhaus.
Aber ich Denke, dass wird Joe Zinnbauer seiner Truppe eintrichtern und der HSV wird überzeugt und selbstbewusst auftreten - so wie gegen Mainz. Wenn dann auch noch der Chancengott auf Seiten der Hamburger steht, kann nicht schiefgehen.

Für das Spiel stehen dem Coach Valon Behrami und Cleber Reis, die sich in Freiburg leicht verletzt hatten, wieder zur Verfügung. Insgesamt sieht der Trainer keinen Anlass, die Aufstellung nach vier Punkten aus zwei Spielen zu Verändern. Natürlich kann es hinsichtlich des Gegners individuelle Veränderungen geben, aber das Grundkonzept inklusive Doppelspitze bleibt - so denke ich. Denn der HSV muss Offensiv spielen, um den Gegner früh unter Druck zu setzten und vor allem um Tore zu erzielen. Mal schauen, was daraus wird.

NUR DER HSV

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