Achtung: Diese Beiträge könnten mit Humor geschrieben sein!

Freitag, 12. Dezember 2014

Big Points

Die kommenden beiden Spiele werden richtungsweisend. Der HSV hat als Tabellendreizehnter durchaus noch die Möglichkeit, sich im unteren Mittelfeld festzusetzten, wenn man zumindest in den nächsten zwei Spielen noch Punkte holt. Dennoch stehen die Rothosen erneut vor einer schweren Aufgabe: Das Auswärtsspiel in Freiburg wird alles andere als lustig, da der Tabellensechzehnte zu Hause meistens eine starke Vorstellung abliefert und auch schon Champions League Teilnehmer wie den FC Schalke geschlagen hat.

Der Heimsieg gegen Mainz hat gut getan. Es hatte irgendwie so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber der unglücklichen Niederlage in Augsburg, die durch eine tolle Mannschaftsleistung wieder wettgemacht wurde. Der HSV hatte sich den 2:1 - Sieg hart erarbeitet und gewann hoch verdient, auch wenn es zum Schluss noch einmal spannend wurde. Doch noch wichtiger ist: Das Team von Joe Zinnbauer lieferte eine geschlossene Mannschaftsleistung ab, auf die es auch in den nächsten Partien ankommen wird. Denn trotz des Sieges stehen die Rothosen noch tief in der unteren Hälfte der Tabelle und man kann auch schnell wieder ins Zentrum des Abstiegskampfes rutschen. Um zu sehen, wie wichtig das Auswärtsspiel im Schwarzwald ist, reicht nur ein kurzer Blick auf die Tabelle. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt nämlich nur zwei Punkte und schon morgen Abend könnten wir, wenn alles scheiße läuft, wieder auf einem Abstiegsplatz verweilen.
Der Sieg am vergangenen Sonntag hat sicherlich beflügelt, doch in Freiburg wartet eine ganz andere Mannschaft, die irgendwie immer Motiviert ist. Der Sportclub hat den Vorteil, ein Underdog zu sein und muss einfach nur die Klasse halten. Keiner erwartet Hochkarätige Leistungen der Truppe. Dies macht das Fußballspielen etwas einfacher und Zinnbauer muss genau wissen, was er in der Ansprache sagt, denn dies ist wieder eines dieser Spiele, die im Kopf entschieden werden. Wenn der HSV sich geschickt anstellt und so Kämpft wie gegen den FSV Mainz, kann auch im tiefen Süden etwas drin sein.

Bild: stadionwelt.de
Das Schwarzwaldstadion, ehemals Dreisamstadion in Freiburg ist eines der letzten Grounds der Bundesliga. Die Tribünen sind noch schön nah am Spielfeld, die Stimmung ist meistens super und der Gästeblock ist scheiße - alles, was dazu gehört. In dieser Saison kassierten der SC zu Hause erst zwei Niederlagen, hat dafür aber auch erst einmal gewonnen. Und obwohl die Mannschaft von Trainer Christian Streich meistens guten und leidenschaftlichen Fußball anbietet, konnte seine Truppe insgesamt erst zwei Spiele für sich entscheiden. Letzte Woche wurde eine 1:0 Führung in Paderborn noch in aller letzte Sekunde verspielt. Dennoch wird das Spiel für den HSV alles andere als einfach, da der SC Freiburg nie aufgibt und sich von Tiefs nicht beeindrucken lässt. Besonders die Mittelfeldspieler Mehmedi und Klaus versuchen es immer wieder mit Distanzschüssen und auch das Umschaltpiel klappt oft sehr gut.

Der HSV muss zunächst wie immer hinten Beton anrühren, dass hat letzte Woche sehr gut geklappt, da kaum etwas zugelassen wurde. Gegen Freiburg könnte sich Celber Reis als erneut als guter Vertreter für Heiko Westermann behaupten und auch Valon Behrami ist nach seiner kurzen Verletzung zurück im Team. Offensiv stehen Zinnbauer außer Marcel Jansen alle Spieler zur Verfügung, mal schauen, was daraus gemacht wird. Ich finde es gut, dass Zinnbauer nicht nur nach Leistungen im letzten Spiel bewertet, sondern hauptsächlich nach Trainingsleistung und Gegner die Aufstellung zusammenbastelt. Dadurch können sich die Spieler nicht auf einer guten Spielleistung ausruhen und der Konkurrenzkampf wird hochgehalten.

Das Spiel beim SC Freiburg hat irgendwie einen "Big Point" Charakter, da man nicht nur drei Punkte holen, sondern im gleichen Zug auch noch einen Konkurrenten schwächen kann. Mal sehen, wie der HSV auftreten wird und ob die Jungs ordentlich Selbstvertrauen aus der letzten Partie gewonnen haben.

NUR DER HSV



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen