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Samstag, 6. Dezember 2014

Adventszeit im Sinne des Abstiegskampfes

Eins ist schon mal sicher: Der HSV wird in der morgigen Partie am 14. Spieltag gegen den FSV Mainz 05 als Tabellenletzter auflaufen, denn Borussia Dortmund hat am Freitagabend Hoffenheim geschlagen. Der HSV wurde also vom 15. auf den 18. Platz durchgereicht, was momentan keine Seltenheit ist, denn der Überlebenskampf im Tabellenkeller ist knallhart. Die Hanseaten stehen vor einem schwierigen Heimspiel gegen Mainz 05.

Im Nachhinein hat die Niederlage in Augsburg wirklich weh getan, wenn man gesehen hat, wie sich die Konkurrenz am vergangenen Spieltag ins Zeug gelegt hat. Während Bremen und Stuttgart in ihren Spielen beide jeweils vier Tore schossen, ging der HSV wieder einmal leer aus, obwohl man gar nicht so schlecht gespielt hatte. Die Niederlage entstand durch ein Gemisch aus ein paar individuellen Fehlern und einer fragewürdigen Schiedsrichterentscheidung, aus der ein Elfmeter seinen Ursprung fand. Alles in allem war das 1:3 in der Fuggerstadt einfach nur scheiße und unglücklich, ein Samstag zum abhaken.
Doch die Niederlage hatte natürlich auch tabelarische Folgen, denn im Keller der Tabelle punktet fast jedes Wochenende irgendeiner. Da darf man sich dann an den wichtigen Spieltagen keine Ausrutscher leisten, sonst wirst du eben durchgereicht. Dem HSV ist es passiert, obwohl man eigentlich den 15. Platz untermauern wollte.

Andererseits hat man dieses Wochenende wieder alle Möglichkeiten, von hinten raus, in den Feld einzugreifen. Natürlich muss man dazu erst die Samstagsspiele abwarten, da die Hamburger mal wieder an einem Sonntag raus in den Volkspark müssen. Irgendwie ist das ja schon eine kleine Tradition, meine Wut gegenüber Sonntagsspielen ist jedenfalls ausgelotet. An diesem zweiten Adventssonntag des Jahres 2014 kommt der FSV Mainz nach Hamburg und aus meiner Sicht handelt es sich bei den Jungs aus der Karnevalshochburg immer um eine Wundertüte. Bisher steht das Team von Trainer Kaspar Hjulmand mit dem 10. Rang auf einem sicheren Tabellenplatz, doch die Mainzer wissen, dass sie eigentlich auch noch höhere Regionen anstreben könnten. Zuletzt jedoch fehlte meistens die Durchschlagskraft, der FSV ist seit fünf Partien sieglos, zuletzt setzte es eine 1:4 Auswärtspleite beim FC Schalke.
Diese Negativserie der Gäste ist für den HSV aus meiner Sicht ein Balast, da Mainz rein optisch morgen die Punkte mitnehmen muss. Sie sind aufgrund einer guten Spielanlage und einer torgefährlichen Offensivreihe ganz klar der Favorit. Und auch ich denke, dass der HSV es morgen sehr schwer haben wird. Ich hoffe nur, der HSV macht des den Südwestdeutschen ebenfalls schwer.

Joe Zinnbauer betont vor dem Spiel das üblich: Es kommt auf jeden einzelnen an und der HSV möchte ohne wenn und aber drei Punkte einfahren. Man werde sich bis zum Schluss aufbäumen und versuchen, die Mainzer aus dem Konzept zu bringen. Zuletzt hat der HSV sich leider auch selbst aus dem Konzept gebracht, beim 1:3 in Augsburg wurde die Halbzeitführung nicht gut verwaltet, schnell gerat die Mannschaft ins Wackeln. Es hatte schlicht und einfach an einer mutigen Abwehr gefehlt, da die Rothosen den Augsburgern zu viel Platz ließen. Natürlich kann man sagen, dass der FCA erstaunlich wenig daraus gemacht hat, doch des hat gereicht. Solche Geschenke sollte man morgen stets vermeiden, denn sonst könnte der Schuss erneut nach hinten los gehen.
Im Punkto Motivation mache ich mir allerdings keine Sorgen: In diesen Belangen ist unter Zinnbauer ein klarer Aufwärtsstrent zu erkennen. Die Mannschaft wirkt frischer und konzentrierter.

Die Verletzung von Heiko Westermann am letzten Wochenende wird einen Wechsel in der Inneverteidigung erzwingen. Es drängen sich gleich mehrere Alternativen auf, zum Beispiel, Überraschung, Slobodan Rajkovic. Er hat sich nach seinem Kreuzbandriss, der ihm im Februar gegen Dortmund passiert ist, wieder zurückgekämpft und viele HSV Fans wünschen sich, dass er aufläuft. Allerdings könnte auch der Brasilianer Cleber Reis von Zinnbauer aufgestellt werden. Auch im Mittelfeld sind die Positionen hart umkämpft, da die Youngsters aus der U23 vom Trainer integriert wurden. Sie sorgen vor ordentlich wirbel und wollen sich Startplätze gegen Mainz sichern. Im Mittelfeld wollen Mohamed Gouaida und Ronny Marcos auflaufen, in der Defensive will der etwas "erfahrene" Asthon Götz mitmischen.
Weiterhin offen bleibt, wer in der Spitze ran darf. Zuletzt stand Artjoms Rudnevs in der Startelf, doch natürlich will sich Pierre Michel Lasogga nicht mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben. Zinnbauer wird die Trainingsleistungen beurteilen und ich bin sicher, er trifft die richtige Entscheidung.

Das Spiel morgen ist verdammt wichtig, um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren. Klar ist, dass auf jeden Fall gepunktet werden muss, denn die nächsten Spiele werden hart und auch die Konkurrenz macht Druck auf den HSV. Also, auf geht´s, alle in den Volkspark.

NUR DER HSV


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