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Samstag, 22. November 2014

Immer wieder Sonntags

Hamburg gegen Bremen. Bremen gegen Hamburg. Immer wieder was besonderes. Mittlerweile ist es schon das 101. Norderby in der Bundesligageschichte, und wie schon in der Vorsaison steht es wieder unter ganz eigenen Vorzeichen. Beide Mannschaften stehen wieder im Tabellenkeller, und die Form der Teams ist nicht konstant, sondern instabiel. Im morgigen Heimderby gegen Werder geht es für den HSV um mehr als nur einen einfachen Derbysieg - es geht um wirklich wichtige drei Punkte.

"Unbedingter Siegeswille gesucht", titelt die Homepage des HSV am Samstag vor dem Spiel morgen gegen Werder Bremen. Wieder eine dieser Überschriften, die man in die Kategorie "Typisch hsv.de" packen könnte. Doch das Wort "gesucht" stört irgendwie ein bisschen, da der HSV morgen den Wille nicht suchen, sondern viel besser garantieren sollte. Denn das gegen Wolfsburg war nicht viel, was mit vollem Einsatz zu tun hatte. Der HSV hat vielleicht seine Pflichten erfüllt und ist dadurch nicht Untergegangen, doch im großen und ganzen war mehr drin. Die Mannschaft ist eben schlicht und einfach nicht an ihre Grenzen gegangen und das muss sich morgen ändern. Da muss auch ein Lasogga mal wieder richtig rennen und kämpfen, genau wie im letzten Heimspiel gegen Leverkusen. Und von einem Nicolai Müller, der im Testspiel gegen Braunschweig absolut überzeugt hat, muss vorne auch noch viel mehr kommen. Besonders gegen einen direkten Konkurrenten, den man zusätzlich schwächen kann.
Das heißt natürlich nicht, das die Bremer auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Das darf sich der HSV sowieso nicht erlauben, denn dann würde er gegen jeden Gegner verlieren. Der neue Trainer Viktor Skripnik hat die Stadtmusikanten seit einigen Wochen für kurze Zeit in die Erfolgsspur katapultiert. Die letzten zwei Ligaspiele gewannen die Bremer, dazu setzten sie sich im Pokal gegen den Chemnitzer FC durch. Die Siege gegen Mainz und Stuttgart waren essentiell und brachte Werder vom 18. auf den 16. Tabellenplatz. Ob das Team den Erfolgskurs halten können, wird sich zeigen, denn dies waren bisher erst die einzigen Siege. Jedenfalls hat er es geschafft, der Truppe wieder neues Vertrauen einzuhauchen, und durch sechs Punkte aus zwei Spielen haben sie dementsprechenden Rückenwind.

Doch genau wie den HSV würde auch Bremen eine Niederlage wieder weit zurückwerfen und ein Befreiungschlag ist dann ganz weit weg. Für beide Teams zählt also nur ein Dreier, alles andere wäre in einem direkten Abstiegsduell inakzeptabel - doch nur einer kann sich die Punkte letzendlich holen. Und das entscheidet sich am Ende im Kopf. Spielerisch wird es keine großen Unterschiede geben, es kommt allein auf die Moral und die Einstellung an, wie immer im Abstiegskampf.

Beim HSV hat sich Marcel Jansen für das Derby abgemeldet. Nun drängen sich einige Alternativen auf, Zinnbauer hat die Wahl. Am ehesten könnte Zoltan Stieber im linken Mittelfeld agieren, doch er war in der Länderspielpause bei der ungarischen Nationalelf, sodass er einige Trainingseinheiten verpasst hat. Es wäre auch möglich, dass der entzwischen wiedergeneßene Ivo Ilicevic den linken Flügel beackert. Youngster Mohamed Gouaida (U23) hat während der Pause bei den Profis trainiert, auch er könnte eine Chance bekommen, sodass sein Bundesliga Debüt möglich wäre.
Des weiteren stehen Zinnbauer außer den Dauerverletzten Maxi Beister und Rene Adler alle Akteure zu Verfügung.

Der HSV muss morgen endlich wieder Treffen und vor allem bis zur letzten Minute kämpfen. Das Spiel wird hektisch und unruhig werden. Ich hoffe, es gibt keine Ausschreitungen am rande, damit wir uns voll auf Fußball kozentrieren können, denn wir wollen keine Chaoten im Stadion.

NUR DER HSV

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