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Montag, 20. Oktober 2014

Heimfluch

Nach dem Hoffenheim Spiel war ich ein wenig enttäuscht, denn an diesem Sonntag ist garantiert mehr drin gewesen. Der HSV war aus meiner Sicht über weite Strecken die überlegenere Mannschaft, hatte hochkarätige Möglichkeiten und war nicht zuletzt kämpferisch sehr gut eingestellt - alles in allem hätte es der erste Heimdreier der Saison werden können (müssen).

Der Blogeintrag muss zunächst einmal mit einer Begrüßung beginnen: Herzlich Willkommen Freistoßspray! Nachdem das bei der Weltmeisterschaft in Brasilien populär gewordene Mittel für Schiedsrichter schon gestern in vielen Bundesligastadien ironisch aufgenommen wurde, gab es heute auch (endlich) in Hamburg die ersten Sprühflecken auf dem Rasen. Allerdings ist das Spray sehr umstritten und weckt auch nicht bei mir so wirkliche Befürwortung, denn erstens kostet die Einsätze dieses Mateariales an jedem Spieltag viel Geld und ist einfach nur überflüssig.

Das Spiel began aus Hamburger Sicht gut, der HSV wollte früh das Spiel selbst in die Hand nehmen, besonders das Kombinationsspiel der ersten Minuten war gut. Immer wieder waren aber auch große Lücken in der Hamburger Abwehr zu sehen, in der 14. Minute hatten die Rothosen Glück, dass die TSG den Konter nicht komplett ausgespielt hatte, Modeste war im Torabschluss zu nachlässig. Eine Minute später jedoch konterten die Hoffenheimer schon wieder und diesmal klingelt´s: Nach einem unötigen Ballverlust im Mittelfeld läuft Modeste frei auf den Kasten von Drobny zu, dieser wird dann auch noch getunnelt - bitterer geht´s nicht!
Allerdings hatte der ein oder andere aus der Fankneipe, der gerade nicht so auf das Spiel geachtet hatte, kaum mitbekommen, dass ein Tor gefallen war, weil aufgrund der wenigen Hoffenheimer Fans kaum Torjubel durch die Lautsprecher kam.
Der HSV tat sich von nun an schwer, denn Hoffenheim spielte jetzt auch hinten besser und hatte vorne auch noch ein paar Chancen. Nach 23. Minuten dann aber die größte HSV Gelegenheit bisher, zunächst scheiterte van der Vaart, dann Müller an Baumann im Hoffenheimer Tor.
Etwa eine halbe Stunde war gespielt und wie aus dem nichts erzielte der HSV auf einmal den Ausgleich: Nach einem tollen Zuspiel des für Diekmeier eingewechselten Götz läuft Lasogga auf das Tor zu und versenkt den Ball sicher - zweites Tor für ihn in Folge, so langsam kommt auch der Mittelstürmer des HSV in Fahrt. Nun bekam die Mannschaft noch einmal ordentlich Rückenwind, allerdings setzten auch die Gäste immer wieder Akzente, kurz vor der Pause klärt Drobny eine totsichere Chance und verhindert durch seinen Einsatz das zweite Gegentor.
HSV-Angreifer Pierre-Michel Lasogga
Foto:ndr.de

In Hälfte zwei hatten die Hamburger erneut den besseren Beginn und dominierten die Anfangsphase. Besonder Lasogga hatte viele Chancen, den HSV in Führung zu bringen, allerdings wurde der Ball immer kurz vor dem Einschlag noch geklärt. Doch auch die Hoffenheimer blieben nicht Chancenarm, nach 55 Minuten zog Roberto Firmino aus dreißig Metern ab und traf den Pfosten - Glück für den HSV. Die Rothosen pressten zwar den gesamten zweiten Durchgang, allerdings fehlte meiner Meinung nach bei vielen Spielern die letzte Entschlossenheit im Abschluss. Lediglich Lasogga demonstrierte einige male, wie man es auch machen kann, ohne das man den Ball immer ins Tor schieben muss. Der Stürmer traf leider zweimal das Aluminium zunächst nach einem Freistoß, dann nach einem Schuss aus 30 Metern. Der immer stärker werdene HSV wurde aber auch gelegentlich daran erinnert, dass die TSG die beste Kontermannschaft der Liga ist, in der 75. Minute gibt es nach einem Konter gewusel im Strafraum, Behrami kann in höchster Not klären. Auch Elyounoussi hatte noch eine Gelegenheit, der Norweger setzte das Leder aber knapp über das Tor.

Insgesamt sahen die knapp 50 000 Zuschauer ein sehr gutes Fußballspiel, welches durch die vielen guten Chancen geprägt war. Am Ende ist das Unentschieden gerecht, auch wenn der HSV die etwas bessere Mannschaft war. Positiv ist, dass der HSV kämpferisch total gut eingestellt war und eine überzeugende Leistung gebracht hat. Allerdings werden die kommende Spiele wieder schwer und auch in Berlin kann man sich die Punkte nicht mal eben so holen.

Hamburger SV - 1899 Hoffenheim   1:1 (1:1)

Aufstellung Hamburg: Drobny - Diekmeier (30. Götz), Djourou, Westermann, Ostzrolek - Behrami, Arslan (79. Stieber) - Müller, van der Vaart (66. Jansen), Holtby - Lasogga

Tore: 0:1 Modeste (15.), 1:1 Lasogga (34.)

Zuschauer: 49.003

NUR DER HSV

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