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Samstag, 4. Oktober 2014

Das ist mein HSV

Endlich kann ich dies mal wieder behaupten. So will ich den HSV sehen. Da meckere ich auch nicht darüber, dass man einige Torchancen liegenlassen hat, mit denen man den Sieg noch in die Höhe schrauben hätte können. Für mich zählen einfach nur die drei Punkte und die tolle Mannschaftsleistung, die ich heute beim 1:0 Auswärtssieg in Dortmund gesehen habe. Darauf wartet man schließlich die ganze Woche.

Vor dem Spiel war die Ausgangslage für beide Mannschaften mit hohem Druck verbunden: Der BVB startete eher schwach in die Saison und wurde mit einem 13. Tabellenplatz ihrer Rolle in der Liga bisher nicht gerecht und der HSV krebste ja ohnehin schon wieder im Keller herum. Dementsprechend wäre natürlich ein Sieg für beide Parteien ein echter Befreiungsschlag und ein Hoffnungsschub zugleich. Ich war gespannt, wie der HSV die Außenseiterrolle annehmen wird und welche Geduld er an den Tag legen würde.

In der Anfangsphase waren Chancen eher Mangelwahre, lediglich zwei mal kam der HSV vor dem Führungstreffer in Tornähe, Müller und Jansen verziehen jedoch. Der besagte Treffer, das Tor des Tages, viel dann nach 34. Minuten. Nicolai Müller setzt sich nach Zuspiel von Jansen Klasse gegen die BVB Verteidiger durch, setzt zum Sprint an und sieht zur Krönung auch noch den freistehenden Lasogga, der ohne Probleme einschieben kann - 1:0 Hamburg. Von nun an, hatten die Rothosen das Spiel zumindest bis zur Pause ganz unter ihrer Kontrolle, sodass die Halbzeitführung gesichert werden könnte. Müller hatte sogar noch eine zweite Gelegenheit, jedoch wurde das Tor durch Roman Weidenfeller verhindert.
Borussia Dortmund - Hamburger SV 0:1
Foto: Getty Images


Der zweite Spielabschnitt wurde dann im Gegensatz zum ersten totaler Nervenkitzel, denn es war klar, dass Dortmund den Druck erhöhen würde. Die HSV Defensive lies insbesondere in der Anfangsphase jedoch kaum etwas zu, sodass das Spiel zunächst etwas vor sich hin plätscherte. Nach 63. Minuten kommt dann plötzlich Westermann direkt vor dem Tor frei zum Kopfball, Weidenfeller kann jedoch mit einem langen Arm parrieren - Schade. Die Westfalen wurden durch diese Szene scheinbar Wachgeküsst: Die beste Chance der folgenden Drangphase hatte Mats Hummels, sein Kopfball wurde jedoch vom heute überragenden Jaroslav Drobny gehalten. Auch den Schuss von Aubameyang aus kurzer Distanz konnte der Tscheche Abwehren.
Doch auch der HSV spielte weiter mutig mit und hatte Möglichkeiten, die größte besaß wohl Lewis Holtby, als er in der 82. Minute Weidenfeller austeigen ließ, den Ball aber aus spitzem Winkel knapp am Kasten vorbeischob. Dann kam noch einmal der BVB, die abschließende Chance hatte Adrian Ramos in der 5. Minute der Nachspielzeit, doch auch hier blieb Drobny sicher, sodass die drei Punkte zwar etwas glücklich, aber verdient eingefahren wurden.

Ich hoffe, der Auswärtssieg beim Vizemeister bringt ordentlich Rückenwind und beflügelt die Mannschaft. Man kann nun beruhigt in die Länderspielpause gehen, ohne in den tiefsten Sorgen zu stecken. Nun kann sich in aller Ruhe auf das Hoffenheim Spiel in zwei Wochen vorbereitet werden, um auch dort wieder überzeugend Aufzutreten und um langsam aber sicher in eine gewisse Routine hineinzufinden.

Borussia Dortmund - Hamburger SV

Aufstellung Hamburg: Drobny - Diekmeier (66. Stieber), Djourou, Westermann, Ostzrolek - Arslan, Behrami - Müller (87. Rudnevs), Holtby, Jansen - Lasogga (83. Jiracek)

Tore: 0:1 Lasogga (34.)

Zuschauer: 80.677 

NUR DER HSV

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