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Mittwoch, 24. September 2014

Vorne zu harmlos

Langsam mache ich mir ein wenig Sorgen um unsere Offensive. Zwar sah das Kombinationsspiel am Mittwochabend gegen Gladbach gar nicht mal so schlecht aus, doch ab der Sechzehnerkante ging fast gar nichts mehr. Deshalb kam dann auch leider die 0:1 Auswärtsniederlage gegen die Borussia zustande. Es waren zwar schon einige Verbesserungen zu erkennen, doch um wirklich schlagfertig zu werden, muss noch hart gearbeitet werden.

Im Vorfeld der Partie wurde in der Öffentlichkeit ausnahmsweise mal positiv über den HSV Berichtet. Doch Artikel solcher Art werden ab morgen wohl schnell wieder verschwinden, denn nun steht fest: Auch mit Zinnbauer ist der HSV noch lange nicht gefestigt. Es waren zwar einige sehr gute Ansätze zu sehen, doch insgesamte reichte die Stärke der Mannschaft noch nicht aus, um Mönchengladbach zu schlagen.
Dabei kam der HSV gut rein, übte sofort Druck aus und versuchte sich in der Offensive festzusetzten, allerdings kamen keine wirklich torgefährlichen Aktionen dabei rum. Die Hamburger spielten gutes Pressing und setzten jedem Ball nach, allerdings kostete dieses auch Kraft und außerdem konnte Gladbach immer wieder Konter aufbauen. In der 25. Minute wurde es dann erstmals richtig gefährlich vor das Tor von Drobny und sofort schlug die Kugel ein. Nach einem Pfostenschuss trifft Andre Hahn (Otterndorfer Jung, müsste eigentlich beim HSV spielen) zum 1:0, von nun an ging es hin und her, denn die Gladbacher, die Anfangs Probleme hatten, wurden besser. In der Schlussphase der zweiten Hälfte hatten die Westdeutschen zahlreiche Chancen. Nach einer Flanke von Hazard steht Rafael auf der linken Seite ganz frei, Drobny verhinderte jedoch das 2:0 für die Hausherren.

Zur Halbzeit hatte ich allerdings noch nicht alle Hoffnungen beruhen lassen, denn wenn Zinnbauer die Jungs noch mal richtig motivieren würde, könnte bestimmt noch etwas gehen.
1. Bundesliga, 2014/15, 5. Spieltag
Foto: Getty Images

Die zweite Hälfte wurde hoch interessant, beide Seiten kämpften um die Punkte. Meiner Ansicht nach hat Jaroslav Drobny einen klasse Job gemacht, denn ohne seine Parraden wie z.B. gegen Kruse in der 50. Minute hätte der HSV heute sicher höher verloren. Das Spiel zefuhr sich dann etwas, wenige Chancen mitte der zwoten Hälfte blieben aber auf Gladbacher Seite, Drobny muss mehrmals klären und ein Schuss von Kruse geht knapp am Kasten vorbei. Hinzu kamen auf Hamburger Seite zwei Bundesligadebüts von Cigerci und Götz aus der U23.
Was kann der HSV noch? Die bemühungen waren zwar erkennbar, doch sie fanden in der Gladbacher Hälfte kaum Mittel, um einmal gefährlich vor das Tor zu kommen. So blieb es beim einigen Schussversuchen aus der zweiten Reihe, unter anderem von Westermann (74.) und Holtby (83.). Die größte HSV Chance dann kurz vor dem Abpfiff: Ein langer Ball erreicht Rudnevs, sein Torschuss wird aber im letzten Moment abgeblockt, ein großen "Scheiße" unter den HSV Fans. Hier war mehr drin.

Wie geht´s jetzt weiter? Am Sonntag kommt Frankfurt, dort muss dann endlich das erste Saisontor erzielt werden, sonst müssen wir uns bald echt Sorgen machen. Denn einen solchen Gegner, kann man schlagen, ohne das ich hier übertreibe. Man braucht nur die Einstellung und die Leidenschaft wie gegen Bayern, die Phasenweise auch in Gladbach zu sehen war. Die Bälle müssen früh erobert werden, und dann muss vernünftig aufgebaut werden. Fakt ist nur: Es muss etwas zählbares her, denn die Mannschaft hat keine Zeit, sonst rutscht sie wieder in ernsthafte Bedrohungen. Man muss versuchen, in jedem Spiel mit sehr hoher Intensität zu Werke zu gehen, dann werden auch die ersten Punkte folgen. Nur so geht das. Die Mannschaft ist auf einem guten Wege, muss aber noch viel Arbeiten.

Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV   1:0 (1:0)

Aufstellung Hamburg: Drobny - Diekmeier (90. Götz), Djourou, Westermann, Ostzrolek - Behrami, Arslan (79. Rudnevs) - Müller, Holtby, Stieber (73. Cigerci) - Lasogga

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