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Samstag, 27. September 2014

Sonntagsspiele

Irgendwie hat sich meine Einstellung zu Sonntagsspielen geändert. Früher habe ich mich immer über die Ansetzungen am letzten Tag der Woche aufgeregt, doch seit einiger Zeit finde ich es eigentlich ganz angenehm, Sonntags zu spielen. Daran gewöhnt habe ich mich letzte Saison, als wir drei mal hintereinander zum Abschluss des Spieltages ran mussten und dort ziemlich erfolgreich waren.

Auch das morgige Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ist wieder mal ein Sonntag, 17.30 Uhr. Die Sonne geht langsam unter, die Stimmung ist nur mäßig und der HSV wird wieder einmal versuchen, ein Tor zu schießen. Ja, ihr habt richtig gelesen, dass war in dieser Saison noch nicht der Fall. Bisher hat unsere Offensive einfach noch nichts zählbares zustande Gebracht, auch wenn sie in einigen Spielen schon relativ nah dran war (siehe Lasogga gegen Paderborn). Und doch tut man sich diese Saison einfach schwer, es fehlt die Effizienz, die für den Gegner überraschende Idee.
Im Spiel am Mittwoch in Mönchengladbach sah das Kombinationsspiel bis zum Sechzehner gar nicht mal so schlecht aus, doch ab da stellte der HSV quasi den Betrieb, ein es ging gar nichts mehr - wie festgefahren. Wenn dann waren es höchstens mal Standartsituationen, die ein wenig Gefahr brachten, doch auch diese waren Mangelware.
Die Rothosen müssen sich etwas einfallen lassen, ein genaues Passspiel aufziehen und vor allem einen Plan haben - denn am Mittwoch wurde oft nur auf gut Glück gespielt.

Der morgige Gegner wird ein solches Vorhaben aber leider nicht erleichtern. Die Eintracht aus Frankfurt hat im Gegensatz zum HSV schon sechs Punkte und hat schon sieben Tore geschossen. Der im Sommer geholte Trainer Thomas Schaaf hat sich bei der Eintracht nach seinem langen Engagement in Bremen auf etwas ganz neues eingelassen. Zuletzt punktete er gegen die Spitzenteams Schalke und Mainz, beide Spiele endeten 2:2. Allerdings haben die Hessen auch erst einmal gewonnen und das direkt am ersten Spieltag mit 1:0 gegen den SC Freiburg, dannach folgten drei Unentschieden und eine Niederlage. Natürlich will die Eintracht nun besonders in Hamburg Punkten, weil die Nordlichter momentan ja wie bekanntlich schwächeln - schon wieder.

"Die Mannschaft hat in Gladbach Gesicht gezeigt, gefightet und gekämpft. Nun wollen wir uns dafür belohnen", sagte Trainer Joe Zinnbauer im Hinblick auf die morgige Partie. Allerdings weiß auch er, dass Frankfurt eine harte Probe für den HSV wird. Die Mannschaft müsse nur ansatzweise an die Bayern Leistung rankommen, schon hätte man das Publikum im Rücken und der erste Sieg ist nicht mehr weit entfernt. Bis dahin ist es aber ein gewaltiges Stück Arbeit, vor allem darf die Mannschaft nicht wieder verunsichert auftreten.

Personell hat sich die Lage seit Mittwoch kaum verändert. In der kurzen Zwischenzeit ist Marcel Jansen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, ob er morgen spielen wird, ist noch offen, ich halte es für unwahrscheinlich, vielleicht könnte er von der Bank gebracht werden. Ich denke, es wird in der Aufstellung kaum Veränderungen geben, zuletzt dürften alle Stammspieler Zinnbauer überzeugt haben, besonders die kämpferische Einstellung seiner Truppe in Gladbach fand er gut.

Ich hoffe, der HSV holt morgen einfach mal einen Dreier. Was heißt ich hoffe, ich will, dass der HSV endlich ein Tor schießt und auch einen Sieg einfährt. Der VfB Stuttgart hat es am Samstag vorgelebt: Wer unermüdlich kämpft und nicht locker lässt, wird belohnt - wenn auch spät. So sollte es der HSV auch machen.

NUR DER HSV

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