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Freitag, 19. September 2014

Nachhilfestunde gewonnen

Es scheint irgendwie aussichtslos. Am Samstag kommt das bayrische Arsenal aus Topstars samt Xabi Alonso an die Elbe. Wohl niemand, aber auch wirklich niemand rechnet da mit dem HSV, schon gar nicht bei so einem Saisonstart. Vielmehr interessiert mich, wie der neue Traine Joe Zinnbauer die Mannschaft auf die kommende Aufgabe eingestellt hat. Sind schon Verbesserungen zu sehen oder wird der FC Bayern Nachhilfe erteilen?

In der vergangenen Woche ist wieder einmal viel passiert beim Hamburger SV. Am Montagabend, einen Tag nach der Niederlage in Hannover, sieht sich der Vorstand wieder einmal gezwungen, den Trainer zu beurlauben. Es gab viele Unterschiedliche Meinungen über den Rauswurf, aus meiner Sicht ist er aber viel zu früh in Kraft getreten.
Daraufhin gab es schnell Spekulationen, welcher Prominente Trainer denn jetzt in die Hansestadt kommen würde, um großen zu Versprechen und mit leeren Händen zu gehen. Letztendlich war es dann aber Joe Zinnbauer, Ex Coach der U23, der die Nachfolge antreten wollte. Er gewann mit seiner Regionalligatruppe alle acht Pflichtspiele bis zum Wechsel und war nicht nur deshalb neuer Hoffnungsträger vieler HSV Fans. Zinnbauer hat irgendwie eine besondere Art, eine Mannschaft neu zu motivieren. Die U23, die zwei Jahre Abstiegskampf hinter sich hatte, stand nach der Entlassung von Cardoso als Trainer ebenfalls vor dem Neuanfang und Zinnbauer formte eine schlagfertige Truppe, die insbesondere durch ihre gute Zusammensetzung und dem Teamgeist lebt.
Als Zinnbauer offiziell als neuer Cheftrainer der Ersten vorgestellt wurde, warf er auch gleich mit kritischen Worten um sich: "Wenn es nicht läuft, hole ich Spieler aus der Zweiten". Dieses Unterfangen würde er wohl auch warmachen, denn er ist definitiv nicht der Typ, der lange Wartet, wenn Veränderungen hermüssen. Wenn man schon keine Zeit hat, muss man wohl auch ein bisschen Risiko spielen und auch jungen Spielern eine Chance geben, um alte Stammkräfte, die nur noch durchschnittliche Leistungen bringen, zu ersetzten. Der zweite Punkt wäre die Leidenschaft und das Selbstvertrauen. Ein Beispiel: Als Nicolai Müller vergangenen Sonntag kurz nach der Halbzeit frei vor dem 96 Tor stand und den Ball nur noch reinschießen brauchte, fehlte ihm meiner Meinung nach ein wenig Selbstvertrauen, denn in Mainz hätte er so eine Chance nicht liegen gelassen. Gerade die Neuen, diejenigen, auf denen die meisten Hoffnungen ruhen, dürfen sich nicht verunsichern lassen und müssen die Mannschaft führen, sollen frischen Wind reinbringen. Das wird richtig wichtig für die kommenden Aufgaben, denn ein Programm mit Bayern, Gladbach, Frankfurt und Dortmund ist nicht leicht, für den HSV sehr schwer.

Personell gibt es auf manchen Positionen einen harten Konkurrenzkampf, und der fängt schon im Tor an. In Hannover saß Rene Adler auf der Bank, stattdessen spielte Jaroslav Drobny. Diese Rolle könnte er auch gegen Bayern wieder übernehmen, doch bestimmt hat auch Adler im Training Konkurrenz geboten. In der Innenverteidigung gibt es einen Dreier, bzw. Zweierkampf, denn ich glaube nicht, dass im Moment mit Heiko Westermann zu rechnen ist, so leid es mir auch tut. Vorraussichtlich werden Cleber Reis und Johann Djourou diesen Posten übernehmen. Im offensiven Mittelfeld dürfte wohl vorerst alles beim alten bleiben. Da Rafael van der Vaart weiterhin fehlt, wird vermutlich auch morgen wieder Lewis Holtby auflaufen, allerdings vielleicht nicht unbedingt in der Zentrale - dort könnte auch Zoltan Stieber spielen, damit Holtby zusammen mit Müller die Flügel besetzten kann. Pierrw Michel Lasogga will morgen endlich seinen ersten Saisontreffer erzielen, schon Hannover und gegen Paderborn war er kurz davor, jedoch im Abschluss zu lässig - so etwas darf nicht passieren, wofür hat man den sonst einen echten Mittelstürmer. Verletzungbedingt fallen morgen neben van der Vaart auch noch Marcel Jansen und Ivo Ilicevic aus.

Tja, mehr gibt es dann eigentlich auch nicht zu sagen. Fakt ist, dass Zinnbauer sich etwas ausgedacht hat und morgen alles präsentieren will. Ihm geht es auch darum, dass Publikum durch einen überzeugenden Auftritt mitzureißen. Der FC Bayern München ist dafür vielleicht nicht der optimalste Gegner, doch auch gegen Bayern ist mit viel Pressing und etwas Glück was möglich, natürlich können Weltklassespieler wie Alonso oder Robben schnell für Kehrtwenden im Spiel sorgen. Doch wie sagt der Kaiser: "Schaun mer mal!"

NUR DER HSV

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