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Montag, 10. Februar 2014

Acht Stunden für nichts?

Der HSV Wahnsinn geht einfach weiter. Ein Tag nach der 0:3 Niederlage gegen Hertha BSC findet eine Krisensitzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates statt. Doch es ist schon sehr seltsam, wenn man acht Stunden lang getagt hat, dass dann am Ende nichts dabei herumkommt. Der Aufsichtsrat macht sich lächerlich, der gesamte Verein zerstört sich selber.

"Es gibt nichts wichtiges zu verkünden!". Mit diesen Worten schickte der Pressesprecher des HSV die seit Stunden wartenden Medienvertreter am Sonntagabend nach Hause. Genauer gesagt nach acht Stunden. Acht Stunden hat man sich beraten, und am Ende ist mal wieder nichts dabei rum gekommen. Typisch HSV. Wobei doch alle damit rechneten, das Felix Magath, Mitglied der legendären 83er Mannschaft, das Ruder übernehmen wird.
Doch am Ende zerstritten sich der Aufsichtsrat und der Vorstand wieder einmal selbst. Der Aufsichtsrat war dafür, Magath nach Hamburg zu holen, der Vorstand also nicht. Doch um Jarchow und seine Genossen überrumpeln zu müssen, muss der Aufsichtsrat die Truppe erst entlassen. Sie sind die einzigen, die das recht dazu haben.
Doch im Enddefekt ist die ganze Show lächerlich. Wenn man einen neuen Trainer holen will, von dem man glaubt, dass dieser der Mannschaft noch was einimpfen kann, muss man sich doch im ganzen Verein einig sein. Andere Abstiegskandidaten leben es vor, beispielsweise der 1.FC Nürnberg. Dort hat man sich zur Rückrunde eingeschworen, dass alle an einem Strang ziehen, um den Klassenerhalt zu besiegeln. Beim Bundesliga Dino hingegen wird eher darauf hingearbeitet, die Bundesliga Uhr bald abzuschrauben.
"Im Abstiegskampf muss man zusammenstehen, alle müssen an einem Strang ziehen. Doch was wir hier erleben, ist genau das Gegenteil", sagte Bert van Marwijk auf der Pressekonferenz am Montag und fügte hinzu "der Verein zerstört sich selbst".
Wo er recht hat, hat er recht. Wenigstens der umstrittene Trainer hat Einsicht. Von allen anderen, die sich im Vorstand oder in weiß Gott für Gremien verantwortlich fühlen, kommt man sich verarscht vor. Dort geht es eigentlich nur um Macht, Hauptsache, man rettet in diesem Gemetzel seinen eigenen Kopf.

Wenn es so weitergeht, sollten Jarchow, Kreuzer und Co ihre Schraubenzieher für den 34. Spieltag bereithalten. Wenn man dort oben auf der Chefetage jetzt nicht wach wird und alles dafür tut, die Klasse zu halten, geht es dem Ende entgegen. Die Stunde hat geschlagen. Jetzt geht es in erster Linie nur um die Mannschaft und nicht um die Personen im Vorstand oder im Aufsichtsrat. Der Rest der Liga muss sich ja mächtig amüsieren, wie unprofessionell der HSV an solche Mamutsaufgaben rangeht. Es wird ein schwieriges unterfangen werden.

Was das sportliche anbetrifft: Die Mannschaft ist natürlich derbe verunsichert und auch die Fans sind nach den vergangenen Auftritten enttäuscht. Dennoch muss weitergekämpft werden, oder besser gesagt, es muss endlich angefangen werden, zu kämpfen. Der Trainer und die Spieler müssen eine Trotzreaktion zeigen, auf dem Platz definitiv anders auftreten und sich von der Verunsicherung lösen - irgendwie. In Braunschweig steht ein sehr sehr wichtiges Spiel auf dem Programm, das Pokalspiel am Mittwoch gegen die Bayern ist eher außen vor. In Braunschweig muss einfach eine bessere Leistung folgen, alleine schon, um die Fans noch einmal mitzureißen und um sich selber wieder Mut zu geben.

NUR DER HSV, egal was passiert

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